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Da die drei Städte
ESZTERGOM, SZENTENDRE und VISEGRAD nahe bei
BUDAPEST gelegen und wegen der guten Verbindungen leicht mit dem Auto, der Bahn oder dem Schiff zu erreichen sind, sollte man ihnen von
BUDAPEST aus jeweils eine Tagestour widmen.
Nordöstlich
von Budapest, in der Stadt GÖDÖLLÖ,
steht das Schloss der Kaiserin Sissi. Ein Tagesausflug ist
empfehlenswert.
Eine der schönsten Naturumgebungen Ungarns.
Es ist ideal geeignet für Radfahren, Wandern und für Reiturlaub.
Tagesausflüge nach Budapest (
siehe Budapest) oder in der Umgebung.
ESZTERGOM
Die Basilika thront auf dem Burgberg über der Stadt
Die 70 km nordwestlich von Budapest gelegene Stadt mit ihren 32.000 Einwohner ist die älteste Siedlung der Gegend. Hier wurde 977 der heilige König Stephan geboren, hier wurde er gekrönt, und bis zum Tatarensturm im 13. Jh. war
ESZTERGOM die Residenzstadt der ungarischen Könige und des Oberhaupts der katholischen Kirche, des Fürstprimas. Niedergang und Verfall der Stadt datieren aus der Zeit der Türkenbesetzung,
(*Info*) und erst im 18. Jh. gewann ESZTERGOM nach und nach seinen alten Glanz wieder. Die Stadt ist noch heute das Zentrum der römisch-katholischen Kirche in Ungarn.
INFO - ESZTERGOM
BESICHTIGUNGEN
Basilika
Die wuchtige klassizistische Basilika thront auf dem Burgberg über der Stadt. Sie wurde bis 1856 an der Stelle eines Doms aus dem 11. Jh. erbaut und ist heute die größte Kirche Ungarns.
Ihre Abmessungen: 118 m Länge, 40 m Breite, 72 m Höhe der Kuppel. Für die Einweihungsfeierlichkeiten schrieb Franz Liszt die Graner Messe. (Gran ist der deutsche Name von ESZTERGOM.)
Der schönste Teil der Basilika ist die Bakócz- Kapelle aus rotem Marmor im Südflügel.
Sie stammt aus dem Jahr 1506. Die Schatzkammer birgt prächtige Kirchenschätze.
MUSEEN
Christliches Museum
Es gibt außerhalb von Italien kaum einen Ort mit so vielen Tafelbildern des Trecento und frühen Quatrocento.
Doch selbst hier sticht eine wunderschöne Reliquie hervor: das Heilige Grab von Garamszentbenedek - ein Meisterwerk der spätgotischen ungarischen Holzschnittkunst.
Berényi Zsigmond utca 2,
Geöffnet. 1. März bis 31. Dez. Di. -So. 10-17 Uhr
RESTAURANT TIPPS
Csülök csárda
Stimmungsvolle Sitznischen. Eisbein als Spezialität.
Batthyány utca 9, Tel. 33/31 24 20, Kategorie 3
Kettös Pince kisvendéglö
Gemütliches, familiäres Kleinrestaurant. Gute Küche.
Döbönkúti dülö, Tel. 33/31 22 24, Kategorie 2
SZENTENDRE (Künstlerstadt)
In seinen Galerien findet sich wertvolleres als das für den Massentourismus
hergestellte...
Dieser Ort mit 19.000 Einwohner liegt 20 km nördlich von Budapest und ist mit der Vorortbahn
(HÉV) zu erreichen. Sein Reiz ist darauf zurückzuführen, dass zuerst im 15. Jh. und dann am Ende des 17. Jh. sehr viele serbische, dalmatinische und griechische Familien vor den Türken hierher flüchteten.
Damals blühten Handel und Gewerbe auf, es entstanden schöne Bürgerhäuser, Kirchen und öffentliche Gebäude und dazu ein geschätztes kulturelles Flair. Dieses Erbe wird sorgsam bewahrt und gepflegt, auch von den zahlreichen hier ansässigen Künstlern.
INFO
- SZENTENDRE
EINKAUFEN
Am Fö tér (Hauptplatz) und in den Nebengassen bieten mehrere "Folk Art"-Geschäfte nicht ganz echte Artikel der Volkskunst an. Wer auf tatsächlich Wertvolles aus ist, sollte lieber die Galerien aufsuchen und unter guten Stichen, Grafiken, Aquarellen und Plastiken wählen, die natürlich teurer sind als Volkskunstartikel.
Artéria-Galerie, Városház tér 1;
Képcsarnok (Bildgalerie) , Fö tér 20;
Péter-Pál-Galerie, Péter Pál utca 1
MUSEEN
"Skanzen" (Ethnographisches Freilichtmuseum) Hier sind Häuser im Stil der einzelnen Landschaften zu sehen
Auf einem etwa 30 Hektar großen Gelände sind diverse Häuser im Baustil der einzelnen Landschaften ausgestellt. Man ist hier bemüht, sie in möglichst originalgetreuer Umgebung zu präsentieren.
Szabadság-forrás út 1,
Geöffnet: 01.04. - 31.10. Di. - So. 9-17 Uhr
RESTAURANT TIPPS
Dalmát Pince
Der Name des Lokals bedeutet auf deutsch: Dalmatinischer Keller. Es ist ein rustikal eingerichtetes Abendlokal, in dem immer fröhliche Stimmung herrscht.
Malom utca 5, Tel. (26) 31 40 76
Vidám Szerzetesek Kisvendéglöje
Angesichts dieses Namens " Wirtshaus zu den lustigen Mönchen" muss man einfach mal reinschauen.
Bogdányi út 3-5, Tel. (26) 31 05 44
VISEGRÁD
Auf halber Strecke zwischen SZENTENDRE und ESZTERGOM, von
BUDAPEST 40 km entfernt, liegt diese uralte Siedlung malerisch schön am Donauknie. Sie ist ein geschichtsträchtiger Ort, wo schon im 3. Jh. n.Chr. die Römer ein Lager errichtet hatten. Nach der Befreiung von der Türkenherrschaft
(*Info*) im Jahr 1686 ließen sich in der Stadt dann deutsche Siedler nieder.
INFO -
VISEGRÁD
BESICHTIGUNGEN
Die Sehenswürdigkeiten liegen in drei Ebenen übereinander.
Königsschloss
Auf der unteren Ebene stehen die Ruinen des Königsschlosses. Nicht von ungefähr gilt
VISEGRÁD als Gedenkstätte der ungarischen Renaissance, denn die Sommerresidenz des Königs Matthias suchte seinerzeit an Schönheit und künstlerischer Harmonie ihresgleichen. Von der Fö utca Nr. 27 gelangt man durch einen Gang mit Sitznischen in den Prunkhof, in dessen Mitte der achteckige Herkulesbrunnen steht. Interessant sind auch der große Abwasserkanal im Felsenhof bzw. seine Überreste. Über eine Treppe gelangt man in den unteren Hof, von dort führen wiederum Treppen nach oben zur Kapelle und ein Gang zum prächtigen Löwenbrunnen aus Marmor. Der Königspalast hatte einmal eine Grundfläche von 600 x 300m.
Salomonturm
Die zweite Ebene der Sehenswürdigkeiten beherrscht der Wohnturm aus dem 13. Jh. Einst hatte man hier ein wachsames Auge auf den Verkehr der Uferstraße und nahm den Wegezoll ein. 31 m hoch zog man die 8 m dicken Mauern des sechseckigen Bauwerks, das den Namen Salomon trägt, weil angeblich König Ladislaus der I. um 1080 seinen Bruder Salomon wegen Thronstreitigkeiten im Turm einkerkerte.
Hochburg
Auf der dritten und letzten Ebene blicken die Mauerreste der Hochburg über das Land. Ein steiler Weg vom Salomonturm, aber auch die gewundene Panorama-Autostraße vom Hauptplatz der Stadt führen hier hinauf. Die Burg aus dem 13. Jh. mit ihrem
ungleichmäßigen Grundriss besteht aus drei Höfen.
Mit diesem System wollte man einen eventuell eingedrungenen Feind am Weiterkommen hindern. Für eine Verbindung zwischen den drei Höfen sorgten schmale Tore oder eine Zugbrücke.
Das Heilige Grab von Garamszentbenedek. Ein Meisterwerk spätgotischer Schnitzkunst.
GÖDÖLLÖ
(2) Schloss - Sissi
Die bedeutendste Siedlung dieser Gegend ist GÖDÖLLÖ, das Gutzentrum der Grafen Grassalkovich im 18. Jahrhundert.
Das Schloss, ein hervorragendes Beispiel mitteleuropäischer Barockarchitektur, wurde 1867 von der ungarischen Nation dem Habsburger Königspaar als Sommerresidenz übergeben und diente der von den Ungarn geschätzter Königin Elisabeth, liebevoll Sissi genannt, als bevorzugter Aufenthaltsort.
Der bisher restaurierte Teil des Schlosses empfängt heute als Museum tausende Besucher.
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Liebe Leser!
Wenn Sie unsere Landesvorstellung lesen, werden
Sie mehrmals Begriffe, wie “Türkenzeit“ und „Arpadenzeit“
treffen.
Eine kurze Erklärung dazu:
Arpad Fürst (Arpadenzeit) war der erste
Landoberst, der die Magyaren (Ungaren) im Jahr 895 nach Ungarn geführt
hat.
Die Türkenzeit ist eine lange Periode zwischen 1526 und 1686.
Das Osmanische Reich (heute Türkei) hat sein Territorium Richtung
Europa (zeitweise bis Wien) erweitert. Während diese Zeit wurde im
Ungarn ständig Krieg gegen die Türken, - die den südlichen und östlichen
Landesteil belagert haben – geführt. Aus dieser Zeit stehen noch
heute einige Baudenkmäler, wie Minaretten, Türkische Bäder etc.
in Ungarn.
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